Ziele setzen

Ein teurer Fehler, sich keine Ziele zu setzen

Gleich zu Beginn möchte ich ihnen aufzeigen, warum alle von uns ohne klare Ziele setzen, nicht auf die Erfolgspur kommen.

Damit beziehe ich nicht ausschliesslich auf die berufliche Situation, sondern erfasse Ihre gesamte Lebenssituation.

Hierzu eine kleine Geschichte aus einem meiner Leadership-Trainings, in welchem ich Geschäftsführer:innen nach ihren nächsten Urlaubszielen gefragt habe, erzählen. Destinationen wie Mallorca, Kopenhagen und San Francisco wurden als Antworten genannt.

Als ich die gleichen Leute nach ihrem absolut wichtigsten Unternehmensziel fragte, betrat peinliches Schweigen den Raum. Diese Lektion hatte gesessen. Kein einziger Teilnehmer konnte das wichtigste Unternehmensziel – notabene des eigenen Unternehmens – ohne Bedenkzeit formulieren.

Wie zum Teufel sollen diese Unternehmen erfolgreich sein, wenn nicht mal die Piloten wissen, wohin sie fliegen wollen?

Das Gespräch ist kostenfrei und dauert 45 Minuten

Warum Ziele setzen für Sie so wichtig ist

Wie sieht das bei Ihnen aus? Haben Sie eine klare und konkrete Zielsetzung, wohin es mit Ihrer Arbeit, ihrem täglichen Tun gehen soll?

Wenn ja, dann möchte ich Ihnen an dieser Stelle gratulieren. 

Sie sind einer von wenigen, der diesen Schritt gemacht hat.

Sie werden sich aber vielleicht fragen, wieso soll ich mir Ziele setzen?

Auf diese Frage möchte ich Ihnen zwei konkrete Antworten geben.

Erstens wirken sich erreichte Ziele auf Menschen motivierend aus. Gerade wenn Ziele im Team, gemeinsam geschafft und erreicht werden, motivieren diese Erfolge für weitere gemeinsame Schritte. Sie schaffen mit ihren Zielen also Motivation für sich selbst und auch ihre Mitarbeiter.

Das gilt aber auch Sie selbst. 

Kennen Sie diese Tage, an welchen Sie wirklich dranbleiben, ständig etwas tun, und abends, wenn der verdiente Feierabend winkt, fragen sie sich ernsthaft, was habe ich heute eigentlich den ganzen Tag gemacht.

Das Einzige was an diesem Tag schiefgelaufen ist, dass sie ihn ohne Ziele gestartet haben und Ihre Energie, Konzentration nicht auf etwas konkretes ausgerichtet haben, sondern sich leiten lassen haben und abends nicht den gewünschten Erfolg erkennen. Es haben ihnen die Ziele gefehlt.

Meine zweite Antwort lautet; es wird meist ausser Acht gelassen, dass erreichte Ziele das eigene Selbstbewusstsein stärken. 

Unbewusst führen regelmässige Erfolge nämlich dazu, dass der Glaube an uns selbst stärker wird und unser Unterbewusstsein lernt und verankert, dass wir erfolgreich sind. Dies wiederum verleiht uns längerfristig das Gefühl des Erfolgreichen. 

Unser Unterbewusstsein ist diesbezüglich viel mächtiger, als wir denken. Im Unterbewusstsein wird alles was wir tun, erleben, fühlen oder sehen abgespeichert und es eignet sich aus diesen Erfahrungen an, wie wir uns in gewissen Situationen verhalten werden. 

Ein Unterbewusstsein, dass sich gewohnt ist erfolgreich zu sein, wird sich über erreichte Ziele immer wieder diese Annahme ‘ich bin erfolgreich’ bestätigen lassen und uns bestärken. 

Deshalb ist es auch lohnenswert, dass man erreichte Ziele ab und wann feiert oder Mitarbeiter dafür lobt, weil damit in unserem Unterbewusstsein eine noch stärkere emotionale Verankerung stattfindet.

Gemeinsam Ziele setzen

Der Effekt der kleinen Gewinne

Je größer beziehungsweise langfristiger ihre Ambitionen, desto wichtiger sind Erfolgserlebnisse auf dem Weg. Die typischen „Meilensteine“, die wir aus vielen Projekten kennen, sind dann oft auch zu weit auseinander entfernt um regelmässig erreichte Ziele feiern oder spüren zu können.

Was passiert, wenn Sie stattdessen tägliche Erfolgserlebnisse hätten?

Sie könnten täglich einen kleinen Gewinn verbuchen.

Mit der Zeit würden Sie merken, dass Sie vorankommen. Sie würden Momentum schaffen.

Aus diesem Grund empfehle ich meinen Klienten, einfache Routinen zu schaffen und diese in ihre tägliche Arbeit zu integrieren.

Viele sind verblüfft, was sie damit im Laufe der Zeit erreichen und wie positiv sich das auf ihr Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen auswirkt.

Interessant in diesem Zusammenhang sind die Studien der Harvard-Professorin Teresa Amabile.

In ihrem Buch beschreibt sie die positive Auswirkung regelmäßiger kleiner Gewinne.

Hier finden Sie ihr Teresa Amabiles Buch The Progress Principle. Using Small Wins to Ignite Joy, Engagement and Creativity at Work.

Mit den kleinen Schritten ist es wie mit kleinen Sparbeträgen. Nicht nur, dass sie sich unbemerkt summieren. Hinzu kommt der Zinseszinseffekt, der mit der Zeit zu überproportionalen Ergebnissen führt.

Eine kleine Gewohnheit am Tag kann so im Laufe der Monate und Jahre erstaunliche Veränderungen bewirken – sowohl in die eine wie in die andere Richtung.

Wenn von zwei Führungskräften der eine jeden Tag bewusst 30 Minuten Zeit für seine Mitarbeiter einsetzt und der andere nicht, würde das anfangs noch wenig ins Gewicht fallen. Doch nach und nach würde sich der Abstand enorm vergrössern.

Alles Grosse beginnt mit priorisieren und fokussieren.

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OKR als Methode um erfolgreich Ziele zu setzen

Ein Paradebeispiel für erfolgreiche Ziele ist Steve Jobs: Er hatte anfangs der 2000er Jahre die Vision eines mobilen Telefons ohne Tasten, mit einem Touchscreen für sämtliche Eingaben. Zudem sollte es auch noch als MP3-Player, Kamera, Kalender, Internetbrowser und, und, und genutzt werden können. 

Ohne Arbeitsmethoden zur Zielerreichung in kleinen Schritten, hätte es Apple aber wohl kaum geschafft, anlässlich der Macworld Conference & Expo in San Francisco am 9. Januar 2007 das erste iPhone vorzustellen. Ein Pionierleistung nicht nur in der Entwicklung technischer Geräte, sondern auch in der Art und Weise, wie sie vorgegangen und am Ziel gearbeitet haben.

Wo erfolgreiche Menschen am Werk sind dauert es dann auch nicht lange, bis eben diese neuen Methoden und Vorgehensweisen beschrieben und in die Welt hinausgetragen werden. 

Ganz im Sinne von Sparring to go: Gemeinsam stärker werden, statt alleine kämpfen.

Wenn es um Ziele setzen geht, ist die wohl bekannteste Methode des Silicon Valley OKR. Die Abkürzung steht für Objectives and Key Results

Die qualitative Seite sind die Objectives, also die (größeren) Ziele, die auf die Frage antworten: 

Wo wollen wir hin? 

Key Results sind die quantitative Seite und bezeichnen die einzelnen messbaren Schritte zum Ziel. 

Berühmt geworden ist OKR als Arbeitsmethode bei Google. Doch sie wurde bereits schon in den 1970er-Jahren bei Intel eingesetzt. 

Dieses OKR-Framework schärft das Bewusstsein für die Zielsetzung und Zielerreichung an jedem einzelnen Tag im Business – und hilft, die richtigen Ziele zu definieren, geeignete Unterziele zu finden und sich darauf zu fokussieren.

Wichtig erscheint mir dabei, dass Sie Ihre Ziele nicht ständig hinterfragen oder ändern. Oder wäre es Ihnen angenehm, wenn Sie in den Flieger nach New York steigen, aus einer Laune des Piloten heraus aber in Singapur enden?

Viele Führungskräfte neigen dazu, ihre Ziele viel zu früh anzupassen, statt in Kauf zu nehmen, diese knapp zu verfehlen. Aus Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass es viel angenehmer ist, wenn Sie der Pilot in Boston aussteigen lässt, weil er New York knapp verfehlt hat, statt während des Fluges einfach den Kurs zu ändern und irgendwo auf der Welt zu landen.

Ziele setzen

Denken Sie an das Belohnungssystem im Gehirn

Wir alle machen grundsätzlich am liebsten Dinge, die sich unmittelbar gut anfühlen. Zielführender wäre es manchmal, das Schwierige zuerst zu erledigen. Ansonsten tappt man schnell in die Falle des Nicht-Tuns. 

Ein Ziel ist zu groß? Statt uns auf den Weg zu machen, versuchen wir es gar nicht erst. Wir bleiben stehen. Das große Ziel erscheint uns unerreichbar. So geht es Ihnen als Führungskraft aber auch Ihren Mitarbeitern.

Schritt für Schritt zu wachsen, ist angesagt. Konzentrieren Sie am besten auf das Wachstum in kleinen Schritten. Was so banal klingt, ist entscheidend für Ihren Erfolg. Sie sollten diszipliniert einen Fuß vor den anderen setzen, bis Sie am Ziel sind. 

Sie sehen also: Ich bin ein Befürworter kleiner Schritte.

In meinem eigenen Leben und Business wie auch bei meinen Klienten sehe ich täglich die Vorteile dieses Prinzips.

Allerdings will ich das Risiko nicht verschweigen.

Das größte Risiko besteht darin, Ihre Fortschritte gering zu schätzen und stattdessen ständig auf das zu schauen, was Sie noch nicht verwirklicht haben.

Das zu tun, ist ein sicherer Weg zu Frustration, Unzufriedenheit und Zweifeln an sich selbst.

Vermeiden Sie das.

Wie sie das am einfachsten schaffen?

In dem Sie sich Ziele setzen!

Denn selbstbewusste und erfolgreiche Menschen tendieren viel seltener dazu, sich auf unerreichtes zu fokussieren, sondern erfreuen und loben sich für ihre Fortschritte.

Deshalb möchte ich Ihnen als kleine Empfehlung aus dieser Episode mit auf den Weg geben:

Fokussieren sie ab sofort auf die kleinen Schritte. Und wertschätzen Sie diese. Erkennen Sie sie als die kleinen Erfolge auf dem langen Weg. Als die Trittsteine, die den Weg pflastern und ihn teilweise erst entstehen lassen. Machen sie sich diese kleinen Erfolge sichtbar und feiern bei Gelegenheit auch mal den einen oder anderen kleinen Erfolg.

Am einfachsten machen Sie das mit meiner 3x3 Methode.

Schreiben Sie sich auf:

Was möchte ich bis in 3 Tagen erreichen?

Was möchte ich bis in 3 Wochen erreichen?

Was möchte ich bis in 3 Monaten erreichen?

Wenn Sie diese Ziele nach Erreichen jeweils wieder neu setzen, bewegen Sie sich ab sofort in einem ständigen Ziele erreichen Zyklus und werden schon bald feststellen, wie erfolgreich Sie eigentlich sind.

Das Gespräch ist kostenfrei und dauert 45 Minuten

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